Fischer Nordic Keyvisuals

2016-12-22 08:49:11

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Winter im Sommer und Sommer im Winter fotografieren – Antizyklische Produktionen sind in einem Fotografenleben nichts Neues. Aufgrund der Produktionszyklen der Industrie findet man sich schon des Öfteren damit konfrontiert, mitten im Sommer Winteroutfits zu Fotografieren.

Dieses Mal kam der Anruf vom österreichischen Skihersteller Fischer mit der Bitte, für ihre neue Langlaufkampagne Stand- und Bewegtbild zu produzieren. So weit, so gut – Bis auf den Umstand, dass sich draußen die Temperaturen auf Rekordhoch befanden.
Ein paar Anrufe unsererseits und schon befanden wir uns auf dem Weg nach Oberhof, einer Kleinstadt inmitten Deutschlands. Keine Berge und nicht das kleinste bisschen Schnee in Sichtweite – also was machten wir hier? Oberhof hat doch eine Besonderheit zu bieten: Hier gibt es deutschlandweit die einzige Skihalle, die das ganze Jahr über geöffnet hat. Hier sollte die Produktion funktionieren.
Am nächsten Morgen war der Wecker dann doch sehr früh. Und irgendwie fühlte es sich schon komisch an, als wir mitten im Sommer unsere Daunenjacken und Winterstiefel anzogen. Dann an der Location angekommen staunten wir nicht schlecht: Wir hatten uns die Halle bei weitem nicht so groß vorgestellt. Das war im Prinzip ein einziger riesiger Kühlschrank, der da auf uns wartete – inklusive einer kompletten Langlaufloipe.
Der drängenste Faktor bei dieser Produktion war das limitierte Zeitbudget: Wir konnten die Halle bloß für 6 Stunden für uns blocken und mussten in dieser Zeit die Foto- und Videoproduktion abgeschlossen haben, danach würde die Halle wieder für die Besucher freigegeben. Es war zwar mitten im Sommer, aber der Andrang an Schneeverliebten war doch recht ordentlich. Wie auch immer, in der ganzen Hektik vergaßen wir zumindest ziemlich schnell die doch nicht zu verachtende Kälte.
Wir bauten zwei verschiedene Sets parallel auf, eines für die Fotos, das Andere zum Filmen. Die beiden Fischer Athleten konnten so schnell und einfach auf ihren Skiern von einem Set zum Anderen wechseln und so konnten wir einfach parallel arbeiten. Für die Fotos sollten wir eine Sequenz anfertigen, die den Langläufer beim Abdrücken des Schrittes zeigt. Wir hatten dafür ein großes Setup mit drei Profoto Blitzen und unserer Mittelformatkamera aufgebaut. Dies wiederum bedeutete, dass jedes Foto der Sequenz einzeln aufgenommen werden musste. Vor allem für unseren Athleten bedeutete dies ziemlich hohe Präzision. Dieser jedoch – ein ehemaliger Profi – erledigte dies mit stoischer Ruhe.

Ein großes Dankeschön hier nochmal an alle, die die „sommerliche Kälte“ mit uns durchgestanden haben und dieses Shooting möglich gemacht haben!

Kunde: Fischer
Art Direktion: Reinhard Pascher | Pascher + Heinz
Fotograf: Michael Mueller | KME Studios
Assistent: Andreas Vigl | KME Studios
DoP Film: Timor Witt | KME Studios
Produktion: KME Studios
Postproduktion: Pascher + Heinz

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